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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 197

Ein Pferd,, welches einen völlig richtigenund geraden Gang hat, verbirgt mit seinen Vor«derschenkeln die Hintcrschenkel, wenn es in gera-der Linie auf uns zukommt, und so verbergendie Hinterschcnkel die vorderen, wenn es in ge-rader Linie von uns weggehet. Die Bewegungder Schenkel muß gleichförmig geschehen, undkein Schenkel darf sich mehr erheben, oder wei»ter hervorgreifen als der andere. Pferde, diebey jedem Gange die Vorderschenkei zu wenigbiegen, und vorn Boden entfernen, dabey mitder Zehe gegen die Erde stoßen, gehen unsicherund sind stnrpierc. Auch sind gewöhnlich solchePferde von vieler Arbeit steif, die einen kurzeneiligen Schritt gehen, und eine Anlage zum Paßverrathen.

I^nickc das Pferd mit den Vorderschenkeln,als wenn es zusammenfallen oder sich auf dieKniee niedersetzen wollte, ohne angestoßen zu ha»den, so hat es entweder nur eine örtliche Schwärehe in den Schenkeln, oder der ganze Körperdes Thieres ist entkräftet. Pferde, deren Vor«derschenkcl gegen die Schwere des Körpers zufein sind, sind diesem Gebrechen am meisten aus»gesetzt.

Ucberhaupt genommen verdient dte Unter-suchung der Schenkel unsere ganze Aufmerksam-keit; sie sind die wesentlichen Theile der ganzenthierischen Maschine, von deren regelmäßigerBauart, gesundem Zustande, und freyer, richti-ger Bewegung der Werth des Thieres abhängt.Nichts ist daher nöthiger, als die genaue Kennt-niß aller einzelnen Theile, aus welchen die Schen-kel zusammengesetzt sind, zu deren näherer Zer-gliederung wir jetzt übergehen.

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