sir,
Pferd.
die Jahreszeiten in Erwägung ziehen. Im Herbstund im Winter scheinen nicht nur die Schien-beine, sondern auch der ganze Körper dicker zuseyn als er wirklich ist, weil die Haare langerund straubiger sind als in andern Jahreszeiten.Hierzu kommt noch dieß, daß in diesem Wechselder Lebensdauer das Schienbein überdieß vonder Einwirkung der abwechselnden Witterung,von den erlittenen Strapazen der gemachtenSommerkampagne anlauft, vorzüglich dann,wenn die Thiere auf einmahl zu viel Ruhe ge-nießen, zu wenig Bewegung haben.
Unter allen Knochen der vordern Schenkelhat keiner so viel Anlage zu Auswüchsen oderUeberbeinen, als das Schienbein. Sie brechenbald an der äußern, bald an der innern Sejte,bald an beyden zugleich, und bisweilen auchrückwärts aus. Gewöhnlich lagern sie sich inder Auge zwischen dem Schienbein und demGriffel, öfter an der innern als äußern Seite,mehr in der Mitte als am Ende. Manchmahlnehmen sie den einen oder den andern Griffelallein ein.
Einige davon wachsen aus dem Wesen desKnochens, wie ein Ast aus dem Baume., ande-re sind nur angelegt. Die ersten sind fest aufihrer Oberfläche, erhaben, bisweilen gespiht, bis-weilen höckerig; die anderen hingegen, die ange-legten, sind meistens länglich rund, bohnenföe-mig, ganz schwammig, und weniger erhaben alsjene.
Alle haben einerley Natur, einerley We-sen, nur sind sie in ihrer Lage, ihrer Gestalt,und in ihrem Umfange verschieden. Man hateinfache, doppelte und zusammengeflossene.