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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 225

scheint die Fessel länger, und der Winkel der-selben wird größer. Die zu lauge Fessel hinge-gen verbirgt das vermehrte Niederschneiden derZehen, und die erhöhten Stollen des Eisens.

Bey allen Füllen erscheint die Fessel lang,weil ihr Huf noch nicht die Größe eines er,wachsenen Pferdes hat, folglich das Kronbein,welches bey Pferden in den Huf eingeschlossenund daher unmerklicher ist, bey Fohlen überden Huf hervorragt, und die Fessel verlängert.

- Zu gerade stehende Fesseln machen beyFohlen einen um so wichtigern Fehler aus, weiler mit den Jahren zunimmt.

Die Fessel ist einer Meng« Krankheitenausgesetzt, die bald mehr, bald weniger bedeutend,bald mehr, bald weniger dem Dienste des Thie-res nachteilig sind.

Unter die gewöhnlichsten zufälligen Uebeldieses Theils gehört die Mauke: eine Folge derUnreinigkeit, oder einer eigenen Disposition derSäfte. Sie befällt jedoch mehr die Hinternals die vorder« Schenkel, und erscheint an derHintern Fläche des Fesselgelenks, wo sie. durchSchmerz, Geschwulst, Hitze und Spannungmerkbar wird. Bey der Zunahme des Uebelstrennt sich die Haut, die Krankheit frißt gleichkrebsartigen Schaden um sich, und es stieße ausder Oeffnung eine verarme, stinkende, fressendeJauche, die wie Strahlgeschwüre, wie verfaulterHarn riecht.

Aus der kranken rohen Haut wachsen eineunzählige Menge bleyfarbigec Warzen hervor,die im Anfange wie Grütze aussehen, mit derZeit aber, und bey einer völligen Verderbnißder Säfte zu einer Größe wie Erbsen heran-wachsen. Hat das Uebel schon lange gewährt,<vec. rechn. Enc. W. Theil. P ist