Pferd. 241
Ein schöner Bauch muß rund und mäßigstark seyn, und findet nur bey e nein gut geripp-ten Pferde mit einem geraden Rucken statt. Esverdient angemerkt zu werden, daß Hengsten undWallachen ein schlankerer, und Srutcn em mehrrunder Bauch eigen ist.
Aufgeschürzr oder windbäuchiI nenntman die Pferde, bev denen der Bauch nach denWeichen hin stark aufgezogen ist. Man weißaus Erfahrung, daß solche Pferde zu hitzig sind,bey der Arbeit schlecht fressen und nicht aus«dauern. Zu Zeiten find die Pferde wegen einesFehlers in der Brust oder wegen Schmerzen,die sie an irgend einem andern Drte empfinden,aufgeschürzt. Die Pferde mit aufgezogenen Bau«chen taugen nicht zu Reitpferden, denn sie sindunleidlich hitzig und der Sattel liegt mchc fest,sondern gleitet unaufhörlich rückwärts.
Einen Ixuh- oder Hängcbauä) hn'ßt mandenjenigen, der, gleichwie es beym Rindviehs derFall ist, zu sehr hinai hangt. Dieser häßlicheBauch ist gewöhnlich denjenigen Stuten eigen,die oft gebohren haben, und verräth einen er-schlafften Zustand der Bauchmuskeln. Senkrük-kige und platt gerippte Pferde haben mehrereAnlage zum Kuhbauche, als solche mit gerademRücken.
Der Httkbauckl entstehet von dem Genussezu vielen Heues und überhaupt rauhen Futt.rg.Man erkennt ihn d ran, wenn der Bauch sehrrund ist und an bendcn Seiten stark heraussieht.Ein dergleichen Bauch kann durch weniger zugebendes rauhes Futter, durch niedrere Bewe-gung des Pferdes, und all lckalls durch eine da.mit verbundene billige Abkürzung des Saufwas.serö in eine bessere Gestalt gebracht werden.
Der. rechn. Enc. LX. Theil. Q
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