Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
264
JPEG-Download
 

264 Pserv-

sie am ganzen Pferde, und derjenige, auf wel«chen man immer am sorgfältigsten sehen sollte,weil darin die mehrcsicn Kräfte des Pferdesgeäußert werden.

Das Hintere Knie bestehet aus sechs Kno-chen, welche theils durch besondere, theils durcheigene Ligamente mit einander verbunden, undunter einander mit mancherley Flächen vereinigtsind. Und diese werden durch sehr starke Bän-der zusammen gehalten, damit sie bey starkerAnstrengung nicht aus einander weichen können.

Obgleich die Knochen unter sich selbst nureine geringe Beweglichkeit haben, so erlaubt die-ses Gelenk dem Thiere dennoch, vermöge derdazwischen liegenden Gelcnkschmiere oder Fettes,außerordentlich geschmeidige Bewegungen. Wer-den diese durch irgend eine Ursache oder Krank-heit gehindert, so hört die gehörige Verrichtungdes Gelenkes auf.

Die Schönheit und Vollkommenheit desHintern Kniees hängt von eben den Eigenschaf-ten ab, als deö vordern. Seine Breite mußbeträchtlich und flach, mager, stark von Sehnen,und wohl proportionirt seyn. Es muß dabeygerade hinter sich, und nicht einwärts oder aus-wärts stehen, und die Haut muß fest anliegen.

Die Knochen welche es zusammen sehen,müssen einen verhältnißmäßig starken und reinenBan haben. Die Eindrücke und Erhöhungen,die in großer Menge an diesem Gelenke erschei-nen, mästen alle zugegen, doch keines widerna-türlich seyn. Je breiter das Knie, un) je stär-ker die Beugeflechsen sind, desto m«hr Kraftverspricht es.

Ist das Knie oder das Sprurggelenk zudick, zu fett, zu schmäht, zu rund, so wird der

Scheu-