Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
291
JPEG-Download
 

Pferd.

291

nicht in dem Grade beymißt. Diese Sache istindeß wohl nur ein Vorurtheil, wenigstens be-darf sie noch mehrerer Beobachtung. «1. Braun-grau ist ein von braun und weiß über den gan-zen Leib vermischtes Haar, welches auch vonUnerfahrenen für das Haar eines Rothschim-mels angesehen wird. er. Weißgrau bestehet ausweiß und wenig schwarz, welches gleichfalls denganzen Leib einniittmt. 5. Forellengrau nenntman das weiße Haar, welches mit rothen klei-nen Flecken gleichsam besäet ist. Diese FleckenPflegen sich am meisten am Kopfe und Halse zufinden, und man nennt solche Pferde auch Llic-gcnschimmel. Man wird wenig Kenner undPferdeliebhaber finden, welche nicht einen Wi-derwillen gegen dieses Haar hätten, x. Kram-metsvogelgraue sind von der Farbe, wie einKrammetsvogel unter dem Leibe auszusehen pfle-get. k. Staargraue werden die genannt, welcheeinem Staar an Farbe ähnlich sind. i. Graumit Brandflecken ist ein graues Haar, auf wel-chem hler und da ungleich große und kleineschwarze Flecken, als wenn sie mir Kohlen dar-auf gemahlet wären, befindlich sind. Ie. Roth-schimmel ist ein von weiß und rothfuchs ver-mengtes Haar, wovon das letzte aber häufiger zuseyn scheinet. 1. Mausefalbe sind von eben demHaar, wie eine Maus. rn. Stichelharig sinddie Pferde, bey welchen durch die Hauptfarche,es sey welche es wolle, die weißgeborne ausge-nommen, einzelne weiße Haare Hervorscheinen.Gemeiniglich sieht man diese in den Flanken ammehrsten. Man will, daß dergleichen Pferdevon vorzüglicher Dauer seyn sollen; hierüberfehlt es indeß an bestätigenden Erfahrungen.In Marställen werden Pferde von solchem häß-

T 2 lichen