Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Zl4 Pferd.

Stuten, die mit diesem Uebel behaftet sind, nichtzur Fortpflanzung gebraucht werden müssen.

Daß sich ein Pferd dadurch, wenn es ne«ben einem Koppenden steht, das Köken ange-wöhnen sollte, wie viele behaupten, ist einer mitAufmerksamkeit gemachten Erfahrung zuwider.

Alle Mittel, die bisher versucht worden,einem Pferde das Köken abzugewöhnen, sindohne Ruhen gewesen. Die sogenannten Ask-rremen, die noch täglich in dieser Absicht ge-braucht werden, verhindern zwar das Pferd, wennsie fest genug angelegt werden, an dem Köken;allein sie befreyen das Pferd, selbst wenn sielange Zeit angelegt werden, nicht von diesemhäßlichen Uebel.

Der Herr Baron von Eisenberg sagtin seinem bekannten Werke über die Roßtäu-scherkünste über diesen Fehler folgendes:

Es sind aber, um die Sache deutlich zu machen,die Krippcnsetzer von dreycrley Art: nähmlich sol-che, die sich >n die Krippe, andere die sich an dieKrippe, und endlich noch welche, die sich zurück indie Halfter legen, und die Luft durch das Köken inden Leib pauken. Die letzte Art ist die ärgste, undda solche Pferde nicht allein das Futter verlieren,indem sie das Maul aufsperren, sondern auch denLeid mit Lust anpumpen, so ist ein solches Pferdgänzlich zu verwerfen. Die zweyte Art ist zwar auchschon schlimm, weil die Pferde von derselben dasFutter verlieren, dabey aber doch nicht den Windin sich hinein pumpen. Die erste Art hingegen istweiter gar nicht schädlich, und es sind solches gutebrauchbare Pferde, indem sie nur in die Kripperülpsen, und weder das Futter verlieren, noch sichallzusehr den Wind in den Leib pumpen. Man machtsich daher an virlen Orten nicht viel aus diesemF hier. In Sachsen aber wird ein Köker, von wasf.ir ?!rt er seyn mag, kaum um die Hälfte des so>"fugen Werthes verkauft.