Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
654
JPEG-Download
 

654

Pferd.

finde überlassen müssen. Einem Bauer, odereinem andern kleinen Ackerwirrhe, steht diesesHinderniß aber nicht im Wege. Ein solcherhängt hierin nicht von seinem Gesinde ab, so»'dern er hat Zeit und Gelegenheit, alles selbst jUbesorgen, was zum Besten der trächtigen Sc"teund deö Füllens gereicht. Er kann sie sowohlauf der Weide als im Stalle beständig beobachtten, und alles abstellen, was ihnen zuwider oderschädlich ist; wogegen der Eigenthümer einssgrößeren Wirthschaft es gewöhnlich erst von set>nem Gesinde erfahrt, was vorfallt, und oft chspat, um nöthige Vorkehrungen zu treffen.kleiner Wirth hat daher eher Ursache, diedezuchc zu versuchen, und wird bey Fleiß «"dAchtsamkeit auch mehrentheils Glück dabey habe»'

Die Bruchkinwohner an der Netze,fast in allen andern Niederungen, ingleichcn d^Bauern an der Ostseeküste in Pommern uodanderwärts, wo es nicht an Weide fehlt, hab^zu einer solchen kleinen Pferdezucht die best*Gelegenheit, und sie liefern auch für die höh^gelegenen Gegenden, wo die Pferdezucht wegchMangel an Weide beschwerlicher wird, dendarf an diesen nützlichen Hausthieren.

Da aber von schlechtgeartetcn Thieren nUschlecht geartete Zungen entstehen können, ^müssen dergleichen, kleine Füllenzieher sich ""guten Zuchtstucen'zu versehen suchen, undsonders von einer solchen Raße, die sichgut zum Ackerbau und den dabey vorfallendeArbeiten schickt. Es ist vorhin schon bemerworden, daß es bey Ackerpferden besonders a lgesunde Füße nebst guter Brust und Kreuz akomme. Ramököpse und Schwanenhälse st" .bey Ackrkpferden nicht nöthig, und man da