Pferd. 675
Wenn das Pferd liegt, so müssen die Seiledurch die Ringe an der Gurte durchgeschlungen,und an diese auf jeder Seite der Hintere undvordere Fuß zusammen, durch eine Schleife festgeknüpft werden. Ferner so muß dem Pferdeauch unter dem Kopfe ein Bund Stroh unter-gelegt, und derselbe von ein paar Männern festgehalten werden.
Soll nun das Pferd nach der ersten Artkastriert werden, so muß der Operateur, nebstEinem guten chirurgischen Rückenmesser mit Klup-pen, welche aus vier Stückchen Holz bestehen,die gleich lang und breit, ungefähr 5 — 6 Zoll^ng, und Z Zoll breit, und auch so stark sinnwüsten, daß sie sich nicht beugen lasten, und miteinigen Ellen guten Bindfaden versehet seyn.3edes dieser Hölzer muß auf der einen Seite,don einem Ende zum andern, am Rande eineVertiefung von ungefähr zwey Linien, und eine2>me breit, und an beyden Ende eine Kerbe^ben. auch jedes genau auf das andere passen.
Diese seht erwähnten Vertiefungen in denHölzern werden mit lVlerourio sublimster oor-wlivo, welcher mit Master zerrieben, und als-°ann mit Mehl zu einem Teige gemacht seyn"suß, angefüllt. Nunmehr kniet der OperateurMtter dein Pferde nieder, reiniget mit einemschwämme und frischem Wasser die Ruche undden Hodenbeutel von den daran befindlichen Un-einigkeiten, nimmt eine Hode in die Hand, undmannet die Haut oben zusammen, macht daraufder Lange nach einen Schnitt durch die Haut,Und drückt alsdann die Hode da heraus; erschneidet das Hautchen, womit dieselbe nach dem.Hintern zu befestigt ist, entzwey, streift die zu»nächst an der Höbe befindlichen Samengefäße
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