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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 74;

jedes dieser Pferde dem Kaiser jährlich —: an4v fl. Kaisecgeld kostete, und durch das Zusam»treiben der erzeugten Fohlen auö weit entlege,nen Provinzen auf einen Platz, wenn die Foh-len r Jahr alt waren, (wo sie sodann durch dieweile Reise erhitzt und ermüdet, zugleich auchein neues Klima und anderes Futter, und vor«jüglich das schlechte Wasser in Ungarn gewöh«"er, mußten,) sehr viele durch eingerissene tätli-che Krankheiten und Seuchen starben: so gingMan von dieser Einrichtung ab, und errich-tete dagegen dieses Milicairgestüt, wo jedesPferd jährlich nur 6 Gulden kostet. Zwar schei»"er dieses fast unglaublich, daß man ein Pferdein Jahr lang mit so geringen Kosten erhaltenkönne. Wenn man aber dabey bedenkt, daß siedas ganze Jahr hindurch unter freyem Himmelweiden, und daß sie höchstens des Winters mitHeu, welches daselbst sehr wohlfeil ist, gefüttertwerden, so findet man die Sache wirklich ge-gründet."

„Der Obrist von Orskoniori, welcher jetztdie Direction dieses großen, in seiner Art einzi-gen Gestütes hat, ist der thätigste und unermü-detste Mann, ein Mann voller Nachdenken undEntwürfe zum Besten des Monarchen, dem erdient. Im letzten Türkenkriege hat er sich durchleinen Handel, durch mancherlen SpeculationenUnd durch seinen sauern Schweiß und mancher-ley Bemühungen ein schönes Vermögen ermor-den, und überdieß bekam er noch vom KaiserJoseph dem Zweyten, der wahre Verdienste zuschätzen aber auch zu belohnen wußte, ein schö-nes Gut im Bannst, zur Belohnung für seinein diesem Kriege und bey dem Gestüt demStggl geleisteten wichtigen Dienste."

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