22 D i e Stamme nächst unserer Donau,
Wort Strabos, das aber unendlich v i e l in sich fasil;denn das Klima kann der Mensch nicht umstalten , oh-ne von ihm wieder umgestaltet zu werden! Es ist nurein kadmaischer Sieg, den er erringt', aber solchenSieges, mögen beyde Theile sich rühmen!
Die Celten lebten unvermischt in größeren undkleineren Stämmen, so ursprünglich, zu Hause,so in den neu errungenen Ansiedlungen. —Im gro-ßen Illyrikum, in Pannonicn und Norikum, warenentweder Gefährten des Sigoves oder spätere Ein-wanderer aus Gallien über den Rhein her angesiedelt,oder endlich bellovesische Celcogallen aus Italien vonden Römern herausgetrieben, oder Überreste solcherSchaaren, die von den Raubzügen nach Griechenlandumwendend, ihrer alten Heimath wieder zugezogensind. Einige wenige derselben, kennen Wir durch aus-drückliche Angaben der Alten. Andere verräth uns diebestimmteste Nahmensähnlichkeit und das Zusammen-treffen der Umstände.
D i e S t a m m c nächst u n sr e r D o n a u , — V o lkäer. Bojen. Dic bojische Wliste. Azaler.G e r r h e n. C a r n u n t e r und C a r n er. V i n-d e ti. V i n d o n e n. Vindobona.
Einer der ältesten Nahmen im hercynischen Wald,einer Völkerschaft durch einheimische Unruhen ausge-trieben, an der Donau und im großen Illyricum seß-haft, mit Brennus, am Tempel zu Delphi raubend,bis in Asien streifend und dort Mitbegründer des neuen