Celtogalen wäre». 47
im Sinne des gesammten Mittelalters, wo Keiner„seines Genossen Mann werden konnte, ohne seinenHeerschild zu erniedern ,” (ditissimi, summae domipotentiae; — im Mittelalter, viri summae velegregiae libertatis, Dynasten, im Gegensatzedes hohen und des mindern Minister! a l - Adels.)So fragte der aus Gallien über die Alpen nach Aqui-leja flüchtige Decimus Brutus, als er sich beraubt undgefangen sah, auf wessen Grund und Boden er dennsey? (eujusnarn Dynastae Gallorum eaesset regio?) Aus diesen Dynasten wurden die Für-sten erkohren für eine bestimmte Zeit, für eine be-stimmte Gefahr; — in großer Noth, aber höchst sel-ten, ein allgemeines Oberhaupt, ein König.— Öfter haben auf Macht und Reichthum gestützt,Einzelne sich hiezu aufgeworfen. — Jenen Edelstenund Edeln folgten Freye, deren Anzahl aber im-mer kleiner wurde, weil im unmittelbaren Widersprü-che mit jener unbändigen Freyheirsliebe, die Gefolg-schaften häufiger und häufiger wurden. — Wiedenn „Land um Kriegsdienst" der Gallier,Germanen und Cimbern altes Begehren an Rom undder Kern alles Lehenswesens, so wie „Land umDienste" der Kern der guten, alten Landwirthschaftgewesen ist; so hatte der einzelne, reiche Held, eineMenge freyer, aber verarmter, verschuldeter Män-ner, die ihm um Land oderSold dienten, ihm denSchild nachtrugen in der Schlacht, seinen Streitwagenlenkten, ihr Pferd darreichren, wenn das seine fiel, ihmein Bollwerk wurden mit ihren Leibern, und sich oft mit