bo W ie die Römer begonnen
that gethan , da selbst die Weiber nach VerlornerSchlacht, noch die Wagenburg gleich einer Festunggehalten, ihre Kinder getödtet, den Feinden ins Ge-sicht geschleudert und dann Alle von eigner Hand denTod empfangen haben! — U n bc w e i nt blieb derentsetzliche Fall. — Nicht diesem Samen ent-sprossen die nordischen Befreycr! ■— Wie einst imcisalpinischen Gallien kein festes Band war zwischenden verschiedenen Stämmen, kein Gemeinwille undnoch über die Gränzen dieser Unthätigkeit hinaus, esden Römern nur gar zu oft gelang, Celtogallen wi-der Celtogallen zu gebrauchen, ließen sie auch in ihrerunangreifbaren Zufluchtsstätte des Hochgebirges, vonden Allobrogen und Liguren, bis zu den Carnern,Jstriern und Liburnern , von einem Meer zum andern,in dem ganzen ungeheuern Halbmond der Alpen, ei-nen Stamm nach dem andern, unvorbereitet,vereinzelt fallen! — Darin liegt ein unwill-kührlicher, aber ein bitterer Spott, auf das vermeintli-che „geschlossene Königreich Norikum" und auf dieMachtvollkommenheit der norischen Könige >2), vonwelchen Lazius, Aventin, Schachtner, Steinhäuserund Megiser, eine ganze Folgereihe, gleich altenBekannten, an den Fingern herzählen.
Was ein, die Alpenvölker alle, eng und festumschließender Bund, was ein, sich desselben un-widerstehlichbemächtigender, die zähen, strengflüffigen,widerspenstigen Stoffe, gleichwohl gewaltig in EinesverschmelzenderH e l d vermocht haben würde ? darüberberechtiget zu einem allerdings zulässigen Schluß, dass