Die Kriege Cäsars. 69
brische Gefahr vermieden, so nur die endlosen Raubc-reyen der Alpenvölker hincangehalren und nur ein fe-ster, ruhiger Besitz alles Küstenlandes, sey die besteWehre wider einen neuen Seeräuberkrieg.
Die meisten älrern Chronikschreiber bringen zwardie Römer früher an die Donau. Was nicht den Tagender Revublik angehört, hat (so meinen sie) an Alter-thum, was nicht Cäsar, nicht Augustus selber gegründet,hat an Ruhm keinen Anspruch. Kaum ein Jahrzehendmach der gänzlichen Vertreibung der Gallier aus Ober-italien und bald nach dem istrischen Kriege, zeigt sichihnen unser Carnuntum und die Legionsadler an derDonau, wenn auch nur aus einem mächtigen Streif-zuge ; als nähmlich der zur Beschützung der aquileji-schcn Colonie und der dortigen Eingänge nach Italienverordnete Consul Castius den abenteuerlichen Gedan-ken hatte, sich durch unerwartete Theilnahme am ma-cedonischen Krieg auszuzeichnen und zu diesem Endemit den Legionen aufs Gerathewohl einen Weg dahinsuchte, mitten durch Sumpf und Wald und durchmanche noch wildere, ungebändigte Völkerschaften desgroßen Jllyrikums; über welch tollkühnes Unternehmender Senat nicht wenig erschraek. Es scheint, er wolltesich bey.diesem Wagnis;, wenigstens die linke Seitefrey halten und schickte zu diesem Ende den Legatentiefer ins Jllyrikum. Der bezwäng mit Waffengewalrzwey ansehnliche, reiche Städte, ließ ihnen all dasIhrige und suchte sie durch Güte zu gewinnen, inson-derheit die u>n das feste Carnunte (eos, quiCarnuntem , munilam urbem incolebant sagt