Die Romerzeit rc. 27
Speycr von dem, auf Geheiß und auf Kosten Max I.reisenden Conrad Ce ltes entdeckt und seinem Freun-de P e u t i n g e r gegeben, von, großen Markus Wel-ser erläutert, ward sie durch den unübertroffenen Eu-gen, in quo virtus Scipiadae et milis sapicnliaLaeli , ein Kleinod der Wiener Hofbibliothek.
Von Markus W c l se r an , bis auf Scheybund bis auf unsre Tage, ward die Tafel vielfach be-leuchtet ; aber auch nichts destoweniger eine Quelle gro-ßer Verwirrung für Alle, welche die Vorkenntniffeund Begriffe unsrer Zeit hineinfolterten und darausweiter folgerten, ohne genügsame Rücksicht auf dieserTafeln raschen, einfachen Ursprung und Zweck, nähm-lich auf den Wunsch, die verschiedenen, den Legio-nen mitgegebenen Reisebücher, in ein einziges, um-fassendes, schnell zusammengestellt zu sehen. So wur-den denn auch die Umrisse der Provinzen blos aus deneinzelnen Angaben zusammengestoßen, die Gränzen,die Nachbarn, die Stationen wieder eingetragen; aberohne nähere Rücksicht auf Bergrücken und aus Flüsse,wovon meist nur die Ubergangspunete bemerkt wur-den , oft sogar höchst unrichtig. — R e i sebuch undTafel waren aber noch aus eine andere Weise, einwucherndes Unkraut der mannichfaltigsten Irrthümer.Die gelehrten Alterthumssorscher hingen mit verke-tzernder Ängstlichkeit an dem Buchstaben des einen oderdes andern Code/, die gar häufig (z. B. des Jtine-rärs exemplar regium, Neapolitanum , blandi-nianum rc.) nicht miteinander zusammentrafen unddie von Schreibfehlern wimmelten, zumahl in den