und neuen Wien.
53
den, der hohe Markt und die hohe Brücke nochden Graben des alten Wiens, dießseits die Stadt,jenseits die Vorstadt, wortdeutlich bezeichnen, so deu-ten das Fischerthor, die Fischerstiege, der Salzgries,die Kirche Unser lieben Frauen am Gestade, mit er-wünschter Deutlichkeit den damahligen Zug des Dv-naustromes an.
Traditionen und Urkunden stimmen überein invielfachen Veränderungen des Rinnsales der Donau,die durch Hochgewässer, durch Überschwemmungen undihre Folgen, durch Eisgänge und Verwahrlosung im-mer bedeutender wurden. Noch in den Tagen der Baben-berger floß die Donau am Fuße des Bisamberges. Nochheut zu Tage sagt das Volk: „bis am Berg."—Korneuburg und K l o st e r n e u b u rg warenEines. Sie wurden erst durch einen Arm der Do-nau von einander gerissen und Korneuburg, oft ver-wüstet und immer beunruhigt, wiewohl durch Auenund Stege noch mit dem rechten Ufer verbunden, mußteimmer weiter zurückweichen. Endlich warf sich der ge-sammte Hauptstrom dazwischen und nun gab es einNeuburg „enthalb Tunawe". Bischof Mangoldvon Passau, Friedrichs II. Zeitgenosse, sagt in einerKlosterneuburger Urkunde: „cura Forum Niumburchsepius turbaretur inundatione Danubii excres-centis et necessitate cogente transferatur a lo-co in quo prius situm erat, ad locum, in quonunc cum ecclesia fundatum est." Nicht nur Rin-gelsee und Stellern, sondern gar viele Dörfer undWeiler, zumahl dcS linken Ufers wurden von den