Band 
Erster Band.
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26 Vindobona ein Hauptw aff e »platz

tung der Unschuld / so haben sie die Kunst/ die ein-sachstcn Dinge so zu verwickeln und hinauszudehnen,daß an Rechtshülfe gar nicht zu denken ist. Wollen dieKaiser einen Günstling belohne» / so überlassen sie ihmeinen Theil der Einkünfte.Dann wird er die Pest auch deselendsten Dorfes. Ja es ist so weit gekommen / daß der-jenige nicht mehr sicher ist, der nicht selber mit unter-tauchte in den Pfuhl der Verworfenheit!"

Valentinian bereiste die norisch - pannonische Do-naugränze schon im Anbeginne seiner Herrschaft, gabzu Arlape, Pechlarn, ein Gesetz, de condiiis.in pu-blicis horreis , zuAmona, Laybach , ein anderes, deauro coronario , von bannen nach Mayland fortzie-hend , die Consulswürde anzutreten (365.) Spä-terhin riefen ihn ernstere Auftritte dahin zurück. Erhatte nähmlich nicht nur die Befestigungslinie am rech-ten Donauufer wieder hergestellt, sondern mit richti-gem strategischen Blick, aber ohne richtiges Urtheilüber die Zeitverhältnisse, auch auf dem linken, aufO.uadenboden, in solo barbarico , Eastelle und Brü-ckenköpfe zu erheben angefangen. Die O.uaden plötzlichdadurch aufgeschreckt, führten beym Oberfeldherrn Jlly-riens Beschwerde und Eguitius stellte ivenigstens jenenBau in so lange ein, bis er vom Kaiser aus GallienVerhaltungsbefehle erhielte. Valentinian in seinemLieblingsplan ungerne gestört, vernahm darüber sei-nen Günstling, den Statthalter Galliens, Maximus.Der tadelte scharf den alternden Eguitius, der seinesHerrn Meinung, selbst ohne Worte, längst schon ver-stehen sollte und über seinen einmahl ausgesprochenen