2 Ü Vindobona ein Hauptmasse »platz
ren Hände gerathen. Die mosisch - pannonische» Trup-pen erlitten bedeutenden Nachtheil.
Als Valentinian zu Trier die böse Kunde ver-nahm, eilte er schnellen Schrittes herbey und hielt an,zu Carnunt. Er fand es verlassen, verwü-stet und ausgeodet, aber deschalb doch von unverrin-gerter militärischer Wichtigkeit, die Anfälle der Bar-baren zurückzuweisen. Drey Monden weilte er dort,gab Gesetze (Lock. ELeock. IX. i. cke accu5at.leg.XILde recriminat, pridie Idus Augusti C a rnu nti,Gratiano A. III. et Equitio V. C. Coss.) und rü-stete eifrig.
Die oben angeführten Steine berechtigen unswohl, so manches in der theodosisch-peutinge-rischen Tafel oder in der Notitia vorkommende,in An ton ins Reisebuch noch nicht erscheinendeDonaucastell, dem Wiederhersteller der Reichsgränze,Valentinian, zuzuschreiben? nicht minder die Verthei-lung der Trupps» und Flotillen in diesen Gegenden(II. 3o. Tabelle) vorzüglich die Fabiana Castra, dieCitadelle, das Castell Fabiana des Munieipiums Vin-dobona. — Wir sehen unter Valentinian, Carnuntdurch die O.uaden verwüstet, verlassen, tief gesunken,Sabaria desgleichen; ringsum eine Einöde. Vindo-bona wird bey dieser Gelegenheit gar nicht genanntund das Schwanken seines Nahmens zwischen Vin-dobona und Vindomana, mochte wohl auch einunzweydeutiges Symptom beginnenden Verfallesseyn? Dennoch ward (obgleich Valentinian in deinausgeübeten Carnunt: monathelang sein Heerlager