Band 
Erster Band.
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Stilicho u n b Ati ii s.

Ein Cäsar an Schnelligkeit, durchflog Stilicho Rhätienund Norikum, nahm die auch dort eingebrochenen Bar-baren in Sold und Kriegsdienst. Am Rhein und an derDonau, blieben nur die Hauptpuncte besetzt, Legio-nen und Barbaren führte Stilicho mit sich, über dieAlpen, gegen Alarich, schlug blutig mir ihm am Po.und Etsch, trieb ihn nach und nach wieder zurück, wo-her er gekommen. Ihm. ward vertragsmäßig Panno-nien überlassen. 4)

Indem brach der Gothenfürst Radagais, miteiner halben Million nordischer Volker, unter ihnenauch Sarmaten, Vandalen, Alanen und Sueven(welch letzterer Bundesnahme auch die sonst überall ver-schwindenden Markomannen und Quaden in sich be-griff,) über die Donau, über die rhätischen Alpen nachItalien, des Willens, Rom zu zerstören und jeden ge-fangenen Römer vor seinen Götzenbildern zu schlachten. Aber Stilicho schloß ihn in den toskanischen Bergenbey Fiesole dergestalt ein, daß dieß Heer durch Hunger,durch Mangel mehr noch als durch das Römerschwert,gänzlich aufgerieben wurde. Radagais selber, in Ban-den, ein Spott der Sieger, wurde bald hingerichtet.Die Alanen, Vandalen und Sueven zogenüber den Rhein durch Gallien, überstiegen die Pyre-näen , gründeten dort neue Sitze. Die Burgunderdesgleichen am Oberrhein und Jura; zu Worms nahmihr Gunthahar die Königsburg; die Franken unterPharamond und Merwing in den Niederlanden.

Stilicho, des kindischen Honorius einzige Stü-tze , sollte seinem Sohn Eucherius den Purpur haben