48 Das u n g.e heue re Würgen v. Chatons.
ein fürchterliches Getöse aus Harsthörnern, Posaunen,Waffengeklirr und Schlachtgesang zu unterbrechen ge-both , als könnten seine unüberwundenen Hunnen deirMorgen nicht erwarten, den Kampf zu erneuern.Auch ließ er zahlreiche Sattel auf einander thürmen,um sie im Nothfall anzuzünden und in Rauch undFlammen zu endigen. — Aber Aetius war des Sie-ges über den Herrn der barbarischen Welt allzufroh,um ihn einem neuen Spiel des Zufalls auszusehen.Auch fürchtete er von König Etzels gänzlicher Auf-reibung ein lästiges Übergewicht der nähern Westgo-thcn. So zog denn Attila heim nach Pannonien.Jahrhunderte lang war der Schrecken seines Nah-mens so hervorragend, daß der Untergang aller ober-pannonischen, norischen oder rhatischen Städte, da-runter auch F a b i a » a s und Vindobv nas, Attilalind immer Attila zugeschrieben wird, mit Unrecht,denn gerade in den zwey Jahrzehenden nach seinemTode, kömmt es in S. Severius Legende häufigzum Vorschein.
Schon das Jahr darauf, zur Rache, zur Wie-derherstellung des Ruhmes und heimlich geladen durchHonoria, Valentinians Schwester, die sich ihm zuvermahlen wünschte, brach Attila 482 aus Panno-nien durch Mirlelnorikum nach Italien auf. — Aqui-leja so oft des Reiches Vormauer, leistete auch dieß-mahl, den so oft von, Glücke gekrönten, muthvolleuWiderstand. Schon murrten die Hunne» und sprachenvom Heimzuge. Aber der König wies ihnen untrügli-che Bothen naher Eroberung in den Störchen, die,-