Band 
Erster Band.
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Attila in Italien. 4g

ganz ungewöhnlich, von den Giebeln der Palläste, vonden Zinnen der Kirchen und Thürme plötzlich davon flo-gen und Aquileja ward auch erstiegen, der Erde gleichgemacht, Weiber und Kinder in die Sclaverey ge-schleppt und was ein Schwert getragen, dem Schwertgeopfert. Viele uralte große Städte sielen AttilasGrimm, darunter Mayland, Ravenna , Pavia, Sitzeder Kaiser und Könige. Es ging auf Rom. Papst Leokam ihm aber, am Mincio entgegen, brachte Geschenke,warnte ihn, die ewige Stadt zu betreten, der Apostel-fürsten Grab zu beleidigen. Alarich habe dafür in derherrlichsten Jugendkraft mit frühem Tode gebüßt. Kö-nig Etzel, wie von einer höher» Hand berührt, wen-dete seine, jedes Verderbens freudigen Schaaren undzog heim, durch Pannonien über die Donau. (462.)

Darauf drohte er den Byzantinern und erregtezugleich um so größere Furcht im Abendlande, alsder Westgothen Gegengewicht durch innere Parteyungsich aufhob. Da befreyte Völlerey die Welt vonihrem gefährlichsten Feinde. Attila nahm zu seinenzahllosen Weibern, auch noch die schöne Jldiko (Hil-dichunde). Von Freude, Wein und Lust berauscht,traf ihn ein Blutschlag in der Hochzeitnacht. Eingroßer Theil des folgenden Tages verging. Nichtsregte sich in des Königs Gemach. Niemand wagte eszu öffnen. Die Unruhe stieg. Nach langem vergebli-chen Rufen, erbrachen die Söhne und Hceresfür-sien endlich die Thüren und fanden Attila todt ohneWunde, in seinem Blute erstickt, die schöne JldikoGeschichte Wiens i. Bb. 3. Heft. , 4