Band 
Erster Band.
Seite
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72 Ob o ai'et/ KoIIig von Italien.

und ihm eine Bitte freystellend. Der heilige Mann be-gehrte blos die Rückberusung eines Verwiesenen. Alseinst in Severins Gegenwart/ Odoakers Herrlichkeitgepriesen wurde, sprach der Diener Gottes seufzend:seiner Herrschaft Glück wird dauern zwischen dasdrey-zchnre und vierzehnte Jahr"und binnen dieser Fristwar auch Odoakers Reich ohne Rationalität und Erb-folge, schon am Rande des llntergangs und es kam vonSirmium herauf, Theodor ich der Ostgothe,Sohn Theudemirs, siegte in drey großen Schlachtenund nahm Odo akern Krone und Leben. (4g3).

Nachdem S. Severin schon seit zwey Jahrensein Hinscheiden vorausgesagt und die Stunde gekom-men war, ließ er den Konig Fe le the us und seinearge Gemahlinn Gisa an sein Sterbelager rufen,warnte sie vor ungerechter That, weissagend, die guteZeit ihrer Herrschaft dürfte wohl vorüber seyn.Fcletheus Bruder, Friedrich, F a b i a n a s Herr, er-schien gleichfalls am Todrenbette Severins, der ihnwarnte, nach seinem Hinscheiden, etwa ja nicht srev-leriiche Hand zu legen an das Gur der Armen und derGefangenen! Friedrich, halb bestürzt, halb unwirscherwiederte:Was betrübst Du mich durch solche War-nung. Deiner Hülse beraubt zu seyn, können wir janicht wünschen undes kommt uns vielmehr zu. Deinerheiligen Großmuth zu geben als zu nehmen. DeineHeiligkeit war unsers Varers Flaceitheus bester Schutzund so wollen auch wir Deines Gebethes Schirm ver-dienen" ! Allein Severin sagte ernst und scharf:in je«der Gelegenheit wirst Du meine Zelle belästigen und