dessen alce Donaugränze rc.
bald offenbarst Tu deinen wahren Sinn. Ich wünschekeine Rache, aber sie ist Dir nahe" — und so begabes sich auch. Im Kloster hatte Severin sowohl fürseiner Prüder, als für der Armen Nothdurft, Einigesgesammelt. Friedrich, eben so arm als habsüchtig,schickte sogleich eine» seiner Krieger Avitian mit demBefehl, Alles im Kloster und Kirche zusammenzuraf-fen und nebst dem einzigen silbernen Kelch, ihm zuüberbringen. Aber ein panischer Schrecken schlug denRäuber des Heiligthums. Er wähnte sich von bösenGeistern besessen und gepeinigt, warf die Waffenweg, floh die Welt und begann in der Einöde eingeistliches Leben. Friedrich fiel wenige Wochen darauf,durch seines Neffen Hand.
In milder Entzückung sprach zu den ihn umste-henden weinenden Brudern der sterbende Severin:„wie die Kinder Israels aus der ägyptischen Sclave-rcy, so wird dieses arme Volk bald frey seyn vom un-gerechten Joch der Barbaren. Alle werden mit Habund Gut von hier ausziehen in das italische Land;aber denket an das Gehoth des Patriarchen Joseph,welchem ich unwürdiger Kranker mich vergleiche: derHerr wird euch heimsuchen und meine Gebeine wer-det ihr mir euch hinwegführen, nicht mir, sonderneuch zu großem Nutzen. Denn diese ganze, fetzt volk-reiche Umgegend wird dergestalt verwüstet und ei-ne völlige Wildniß seyn, daß die Feinde ihre Hab-sucht zu ersattigen selbst der Todten in den Grä-bern nicht schonen werden !" Am 6. Jänner 432, nach-dem er beynahe durch drey Jahrzehende unserm Lande