Band 
Erster Band.
Seite
XXXVIII
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XXXVIII

urkundenbuch.

XV.

Daß älteste Stadtrecht in Österreich. — Leo-pold der Glorreiche, zu Österreich und Steyer Herzog, er-nennt zuvörderst hundert ehrbareMännerWiens aus allenGaffen, als Aufseher in jeglichem Handel und Wandel,bestimmt und ordnet die Jukestaterbfolge und die Wai-senrechte, die Verlaffenschaften der Fremden, das Ver-hältniß der Fremden und Bürger, KaufmannschafrundNiederlage, Handel nach Ungarn, Fcuerordnung, Rich-tertaxen, Sittengesetz. Anfang des innern und äußernRathes, in den vier und zwanzig Vornehmsten undobigen hundert Genannten.

Wien ng8.

(Die Urschrift ist zu Grunde gegangen- Lazius hatAbdrücke aufbewahrt in Comment, rerum vieuuen-sium II. 73 . deutsch in Heinrich Ab ermann sRector der Bürgerschule bey St. Stephan, Über-setzung II. 85.)

iJßir Leupolo von Gottes Gnaden, Herhog zu Oester.reich und Steyermarck, Wünschen allen Christglaubigen,so wol gegenwertigen, als zukünfftigcn, zeitliche vnndewige Wolfahrt in dem Herrn. Es würdt der Fürsten Ehrvnnd Rhumb, durch Fried vnd Ruhe der Vnterthanensehr außgebraitet, vnnd Glanhet viel Heller hcrfür, Wannder Name der Mildigkait, vnd der getrewen ffeiffigen Be-schirmung sich auff die Nachkommen erstrecket.

Es verdienen diese auch das Hayl vnd die Seligkaitbey Gott dem Herrn, Wann ste die, welchen ste fürge-fetzet feynd, mit gueten Fruchtbarn vnnd löblichen ge-wohnhaiten, Ordnungen und Satzungen, von den Lastern,durch welche Leib vnd See! verderbet werden , abmahnenvnd im Zaum halten, vnd auff den Weg der Gerechlig»kait bringen, auch zu einem billichen Wesen , Handel vnndWandel, vnnd zu einem nützlichen Ernst deß Rechten»'