XIII
Urkun d e n h uch.
merse (Cf. Mon. BoicaT. IV, p. Zor. Das Nähmliche giltauch von der Urkunde Alkmanns für das Kloster Lambach,Wendtcnthal- B. VII. S. Lgr.) und daß er in diesemStücke nur eben so nachläßig war, wie viele Andere seinerälteren und jüngeren Amtsbrüder, mag man bey (MabiiionJe re diplomatica. p. 28.) nachsehen.
Diese Bemerkungen genügen, um jedem voreiligen Ur-theile zuvorzukommen, daß die Urkunde ein Machwerk späte-rer Zeiten sey. Wollte man gleich dem hier vorhandenenExemplar, die Originalität abstreiten, so bliebe doch derInhalt desselben unverwerflich, weil er von AltmannsNachfolgern wiederhohlek und bestätiget wurde, und weilman den Männern des eilften Jahrhunderts, kaum einesolche Kenntniß der alten Geschichte zutrauen kann. daßsie Sachen hätten erdichten können, welche mit den Ur-kunden so genau übereinstimmen, die doch erst einigehundert Jahre später, durch Hund, Gewold und Pez bekanntgemacht wurden. Man muß auch die Nahmen der Zeu-gen nickt übersehen, von welchen mebrere, die in derRestaurations - Urkunde des Stiftes St. Florian ange-führt werden, auch im Stistungsbriefe von St. Nikolavorkommen. Dieses Beysviel einer, ibrem Inhalte „ach,unstreitig ächten, wenn schon den äußern Merkmahlennach, u nach ten Urkunde, verdient in den Lehrbü-chern der Diplomati k, als Bepspiel aufbewah-ret zu werden. — Ein nicht minder merkwürdiges, gibtHormayrs Geschickte des Hauses Andecks IJs. 187 —aooieiner „sämmtlichen Werke" an einer Urkunde der tyro-lischen PrämonilrakenserabteyW i l t e n, von >180 die we-gen der alten Streitfrage von'der angeblichen „Zersplitte-rung der bayerischen Staatskörpers, nach der ÄchtungHeinrichs des Löwen," von hoher Bedeutung ist.