Das Zwischenreich. 17g
Liebe, von ihrem Dom Pedro: „er hätte n i e-mahls regieren sollen oder e w ig."
Wien unter dem letzten Babenberger, im blü-henden, regsamen Stromthal, auf der niemahls lebendi-geren Heerstraße, und auf dem Kreuzweg des Handelszwischen Abend - und Morgenland, Süd und Nord,zwischen Nowgorod und Venedig) zwischen Constan-tinopel, Regensburg und Kolkn, zwischen der Flan-drenser alter Heimath am Niederrhein und zwischenihrer neuen in der Fips, in Siebenbürgen, diesesWien, eines väterlichen Regimentes freudig, alsStapel unternehmender Menschen und köstlicher Waa-ren, vor andetn prächtig, eine Hofstadt byzantinischerPrinzessinnen, vielfach befreundet und befeindet demnahen Ungarn, das vom Gold der Erde bis zum Goldder Rebe, jeglicher Gabe Himmels und der Erde sicherfreut, Wien durch seine überaus schnelle Blütheund Reichrhum stolz, schimmernd und üppig in Sir-ten, durch ausschließende Privilegien verwöhnt, schil-dern wir erst unter Albrecht dem ersten Habs-burger, nachdem es noch zwey Mahl in R e i ch s f r e y-h e i t schwankt und dann für immer Landstadt undderselben Fürsten, (der ersten in der Christenheit,)Sitz und Kaiserpfalz wird, wie Toledo im Westen,so in Osten, ein Hort wider den Islam.
Zeiten des Überganges sind vortrefflich zurBeobachtung; nicht so zu k l a r e m Überblick,nichr so zu gleichmüchiger, zu erschöpfender Würdi-gung. — Noch zittern Auge und Feder und „der mäch-tigste von allen Göttern, der Augenblick," übt seine