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Dritter Band.
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Margarethe und O t t o k a r.

derer loste auch die hindernde Fessel allzunaher Ver-wandtschaft. Leopold, der Pfarrer zu Wien,einst Friedrichs des Streitbaren Protonotar, darauf einAnhänger Hermanns von Baden, scheint demselbenwidrig gewesen zu seyn, denn er wurde abgesetzt undMeister Gerhard trat an seine Stelle.

Düsterer Ahnung Fittige umschwirrten diesenBund. O t t o kar war des uralten, eingebornenKönigshauses E in z i g e r und Letzter. Daß ertrotzihres Alters, doch noch einen Erben von Margarethengehofft, scheint die Budweiser Votivstatue des Kin-des mit dem böhmischen Löwen und Reichsapfel an-zudeuten und die Stiftung eines Klosters von Domi-nikanernonne», gleichsam zur Sühne, daß Marga-rethe ein Kloster dieses Ordens verlassen. Nur zu baldaber schwanden diese Hoffnungen. Dagegen erhieltOttokar von einem Hoffräulein Margarethens, von einerK u e n r i n g e r i n n, 3 ) zahlreiche Pfänder der Liebe,die der Papst legitimirte und aus welchen der SohnNiklas, Ahnherr der Herzoge von Troppau und-gerndorf wurde. Auch Gertrud suchte, Mar-garethen zum Trotze und fand wieder einen Mann,den reuffischen Fürsten Roman, der aber, wie alle ih-re Versuche unglücklich ausfielen, sie heimlich verließ,um nie wiederzukehren. Ohne gute Folge für sie, aberzu bitterböser Folge für das Land, flehte Gertrud umBetas Schutz, der wieder bis an die Thore Wiensstreifte, mit der Mongolen Grausamkeit wetteifernd,wie er denn dieß Mahl in der Kirche zu Mödling,fünfzehnhundert Männer, Weiber und Kinder ver-