i 5 o A! ahvmed vor Belgrad.
Residenz der Padischahs erkohren und lasse es durch eineUnzahl von Heiden, denen er täglichen Sold reiche,auf das glänzendste wieder herstellen. Kürzlich seyenwieder aus Asien 5 o,ooo Mann und 2oo Schiffe vollTürken herübergekommen. Er meldet weiter den An-fang der Dardanellenschlösser und ähnlicher Sperr-puncte an der Dvnaumündung. Die Welschen in denMeerstädten und auf den Eylanden, hätten mit denTürken Frieden gemacht. Schon schlichen die Türkenüberall auf den Jahrmärkten so zahlreich, als dieWallachen selbst herum und trieben, um Alles destobesser auszuspähen, Kaufmannschaft, gegen ihre son-stige, dem Krieg allein geweihte Richtung. Noch seyzwar kein Anschein eines nahen Bruches mit Ungarn,doch möge man ja auf der Huth seyn. Lang habe Con-stantinopel, als ein fester Schild der Christenheit ge-golten, doch sey es plötzlich gefallen und die versluch-ren Türken schrieen immer: Cibin, Cibin ! (d. i. Her-mannstadt) in der Meinung, durch dieses PlatzesFall,einen mächtigen Vorsprung zu thun zur EroberungUngarns und zur Beängstigung der gesammtcn abendlän-dischen Christenheit." —Nach dem Falle des neuen Romverkündete Sultan Mohamed: „wienurein Gott undein Prophet, so solle künftig auch nur ein Herr aufder Erde seyn. Über Belgrads Trümmer hinweg,wolle er binnen sechs Wochen in der Burg der ungari-schen Könige sein Nachtlager halten." — Mit 160,000Mann und beynahe 400 Kanonen rückte der Grosi-herr im halben July i 45 si vor Belgrad. Wenige Un-garn unter Hunnyad , aber jeder ein Held, wenige