Mathias Corvin in Ungarn, i-j5
Gegenkonige aufgetreten waren, es folgte auch kein frem-des Für,rengeschlecht, sondern wenig bedeutende Edell eu-te, in Böhmen durch der Kelchner Übergewicht, GeorgPodiebrad, in Ungarn der i6jährige Sohn desgroßen Gubernator-, Ma th ias Hunnyady Cor-vin, dessen Großvater entweder Kaiser Sigmund, oderein geringer wallachischer Bojar, und der seit seinesBruders Ladislav blutigem Ende, erst zu Gutten-stein , dann zu Prag ein Gefangener gewesen. Wi-der Beyde machte Friedrich Ansprüche und eine mäch-tige Partey rief Anfangs ihn als Gegenkönig des Cor-viners aus. Doch verwickelte ihn dieß nur in blutigeKriege, zumahl mit Mathias. Oft erschien KönigGeorg verwüstend oder in zweydeutiger Freundschaftan den Wiener-Donaubrücken. Mathias erobertespäterhin Wien, herrschte fünfJahre daselbst und wardauch eben dort von seinem plötzlichen Ende ereilt.
Eytzinger war seit lange Podiebrads Freund.Seine ungerechte Haft durch Albrecht erbitterte da-her den neuen König, und er zog mit Feuer undSchwert vorLrems und Korneuburg.Nachdem Fried-rich lange unthätig in Neustadt gesessen, ließ er sichendlich erflehen, den Böhmenkönig durch Gesandtebefragen zu lassen: „woher denn dieser Überfall? dasLand sey ja Friedrichs nicht Albrechts!" Und es wardFriede und der Kaiser und der König kamen zusam-men , zwischen der mittlern und letzten Donaubrücke.Bey der mittler» Brücke waren zwey Prachtgezelte.Georg, von zwey Rittern unter dem Arme geführt,ließ sich (als ein neuer Wahlkönig) vor Friedrichen aus