Des Hölzer R ankc u. blut. Ansg ang. 19g
bey St. Michael Sturm zu lauten und in alle GaffenAusrufer zu schicken: „der Fürst sey durch das fremdeKriegsvolk in Gefahr." Auch sandte Albrecht seineRathe zu dem Bürgermeister auf den Hof/ ihn zurRede zu stellen. Der Hölzer antwortete: „er habedas Volk nur zur Beschirmung gemeiner Stadt her-eingebracht, nicht gegen den Fürsten." Das versicherteauch Herr Augustiu Tristram , gelobte Sicherheit undbegehrte sie hinwieder. Als aber der Hölzer dunkelahnend, der rechte Augenblick sey schon versäumt,ander Spitze der fvcinbeu Reiter langsam vom Hof nachdem hohen Markte zog , kamen ihm dorr mit neuemLärm Albrechts Diener entgegen: „er solle die Reiterwieder aus der Sradt führen und dann mit ihnen zumFürsten gehen." Der Hölzer, etwas verwirrt, gelobtedas zu thun; der Herzog sollte fröhlich essen, nachdem Esse» würde er zu ihm kommen und Alles auf-klären. Inzwischen hatte Albrecht im Rücken desHol-zer'schen Haufens, bey den Schotten sein Bannerauswerfen und ausrufen lassen: „die Wiener solltenihm heute helfen retten Leib und Gur, Treue undEhre. Der Bürgermeister habe seinen Feinden dieStadt aufgethan!" Wie vom Wirbelwind zusammen-getragen sanunelte sich das Volk und drang von hintenauf die Reisigen, die noch am hohen Markt aufgestelltwaren. Wie sie den Ernst sahen, spannten sie die Arm-brüste, zogen die Schwerter, ritten langsam und ge-schloffen gegen den lichten Steg und alten Fleisch-markt, des Willens wieder hinauszuziehen, von wan-nen sie gekommen, durch das Stubenthor. Aber zur