•2 o 6 Herzog Albrecht- Tod.
michriges zu sage» : vergebens! Sein Todcskampfwarfurchtbar anzuschauen. Die letzte Degzehrung war ihmnicht vergönnt. Sein Grab fand er bey St. Stephan.Von der Pfalzgräfinn Mathilde hinterließ er kein Kind.Doch ist von ihm die Hochschule zu zreyburg im Breis-gau. — Eine ihm ganz ergebene Chronik verschmähtdas Mahrchcn von seiner Vergiftung und sagt vielmehr:„ich fürcht leider, daß Gott der Allmechtig über dengresimuetrigen Fürsten ain solchen schnellen Todt ver-hengr hak, darumb daß er an den Bürgern das un-schueldig bluett mehr durch des zeitlichen guettes dannvon Verschueldnng wegen ließ, vcrgieffen, das raglichvon dem Erdrreich zur, Gocr umb räch über ime ge-schrien hatt."
Durch Albrechts Tod 'war nun endlich der Kai-ser Friedrich Alleinherr in Stadt lind Land, denn wasSigmund von Tyrol begehrte, war höchstens Geld.— Die Zwischenzeit zwischen beyser Albrechte Todda Österreich drey Herrn dienen sollte, (i 43 y—■1463) war für unser Ostland und für Wien insbeson-dere trostlos und weit schlimmer, als im großen Interre-gnum, da das Reich keinen Kaiser, da Österreich kei-nen Herzog hatte, da es zwischen den ohnmächtigenAnsprüchen zweyer unglückseliger Frauen und ihrer un-mündigen Kinder und zwischem tem übermächtigenEhrgcitz Ottokars und Belas, wie ein mästen - undsteuerloses Schiff auf uferlosem, sturmgepeirschtemMeere hin und her geschlendert ward.