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Vierter Band.
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D i e Bruder und dic Heuchler.

linden Umstanden kund und fügte bey: Wien habeum seines Reichthums und um seiner Macht willenrundum nur Feinde; desto nöthiger seyen, feste Ein-tracht, inniges Zusammenhalten. Die Hauptleure inden vier Vierteln, dem Schotten-, Stuben-, Karnth-ner-, Widmer- oder Holzviertel, wachten Tag undNacht für die Nothdurft gemeiner Stadt. Bürgerund Inwohner wurden ermähnt, sich auf den erstenRuf mit Wehr und Waffen in ihren Vierteln zustel-len. Jeder sollte sich nahmentlich auszeichnen lassen;Jeder, dem dieser Schluß genehm sey, solches andeu-ten mit aufgehobner Hand. Das that eine großeMehrzahl, jedoch bey weitem nicht alle. Die echtenUnd rechten Bürger der Stadt sollten einander anderstillen Warnungslosung:Heuchler," erkennen.So bildete auch das Herrnlose Raubgesindel der Söld-ner unter ihren eignen Hauptleuten, eigne Vereineund diese alle nannten sich:die Bruder."Friedrichs Anhänger wurden von jenen Albrechts undvon den Helfern und Genossen der bald für, bald wi-der ihn autgahrenden, jetzt oligarchischen, jetzt dema-gogischen Umtriebe- die Heuchler genannt. Das istder Fluch der gelösten Ordnung und factiose v Tage,daß selbst das Große und Edle, dem Trug oder Lasterals unwillkührliches Werkzeug verfallt, daß die Arz-ney selber zu Gift wird und Alles im Schwindel desTollkrauts sich wirrer und dreht, bis die gänzliche Er-schöpfung zu Boden streckt. Patriot und von solcherGesinnung zu seyn, war in der guten alce» Zeit, je-des Biedermannes Streben und Stolz und wir ha-