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Vierter Band.
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i 6 Der Böhme nkönig Georg im Bann

Breslaus, das ihn niemahls als König hatte erken-nen wollen. — Plus des II. (•{• 14. Aug. 1464).Nachfolger Paul II. ging noch viel weiter. Er ent-setzte Georgen seiner Königswürde, er mahnte dieeignen Unterthanen wider ihn auf. Die meisten Für-sten Europas warnten ihn ernstlich, einen in jederKriegestugend prangenden, seinen Nachbarn durchFriedfertigkeit und Mäßigung werthe» König undsein Volk, diese Böhmen, vor denen ganz Deutsch-land und Ungarn gezittert, bis der Baseler Kirchen-rarh sie endlich versöhnt, ja nicht aufs Äußerste zutreiben. Vergebens! Der päpstliche Legat, BischofRndolph von Gurk schüttelte die Fackel der Zwie-tracht im Hause des Friedens, trieb die katholischenStände, die den Papst und den König versöhnenund das Reich beruhigen wollten, durch den Bann-fluch aus einander, hieß die Kirchen sperren, die Glo-cken schweigen, die Kerzen auslöschen und zu Bodenwerfen „auf daß eben so niedergeworfen und ausgelöschtsey aus dem Buch der Lebendigen, Georg der ketzeri-sche Huffite und Räuber der Krone." — Das geZendie Türken aufgebothene Kreuzheer schickte der Papstnun in Böhmen, wo es aber, schon im Beginne sei-ner unmenschlichen Verwüstungen, eine ungeheuereund schimpfliche Niederlage erlirt. Ja auf dem Nürn-berger Reichstage, erröthete der Nuntius Fantin,einst Georgs ungetreuer Diener, nicht, zu behaup-ten : es sey weit dringender, die Kreuzeskrieger widerdie B 0 h m e n zu führen als wider die T ü r k e n, widerdie eben der Reichstag zu Räch und That versammelt