Band 
Vierter Band.
Seite
128
JPEG-Download
 

12Ö

Poste n.

le Kunde von allen Enden der weit getrennten Rei-che /gab den Ursprung den Toxischen Posten / zu-erst in den Niederlanden/ später durchs Reich herauf,bis in der Taxis Vaterstadt, Mayland, nach Genuaund von dort auf stats bereiten Jagdschiffen , nach Bar-zelona. Durch Tyrol schlangen die Taxis den Knotendes Postwesens durch Lorenz Sebastian Hormayr,einen Rittersmann von Rosenheim aus Bayern, derzugleich den Jnn von Hall bis Kufstein schiffbar machte.In Österreich selbst , wehrten die HauSptivilegien demEindringen einer erblichen Reichspost. Die Anstalt waraber nicht mehr zu entbehren. Nachdem es mic verschied-ncn Provisorien nicht hatte glucken wollen und mit denTaxis langer Streit gewährt, gefiel endlich Maxe» ll.der AugsburgerOberpostmeistcr, Joseph vonPaa r,ursprünglich aus dem alten Adel Oberitaliens wiedie Taxis. Die Paar wurde» oberste.Erbpostmeisterin Österreich, Ungarn und Böhmen , am Hos zu Wien,auf'den Reisen; erwarben Gold und Land in ihrerzweyten Heimarh, seit Ferdinand ll. ( 4 > Sept. 1624und g. April i 63 o) unangefochtenen Besitz , von Fer-dinand III. 1602 den Grasenstand, durch Joseph II.176g fürstliche Würde.

An einer eigentlichen F r e m d e n 0 r d n u n g fehl-te es Wien noch in jener Zeit, allein insoferne diesesblos die Hintanhaltung verdächtigen Gesindels betraf,geboth schon die alte Feuerordnung von » 456 , daßweder Wirthe noch Bürger, noch Inwohner irgend Je-manden bey sich beherbergen sollen, außer auf einenErlaubnißschein des Bürgermeisters : eine Umsicht er-