Band 
Vierter Band.
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Maximilians T o d.

Am 2g. July begaben sich die Fürsten , als WiensPracht und Festlichkeit, erschöpft schien nach der Neustadtund trennten sich / die Hände und die Herzen vereinigtam 3. Aug.

Sieben Monathe darauf (i3. März i5i6) starbWladislaw und Ludwig bestieg zwischen uneinigenVormündern und erbitterten Parteyen den Thron.Die Heirath mit Marien vollzog er am i r.Dec. i52o.Sie blieb kinderlos. Sechs Jahre daraus/ eilf Jahrenach dem Congreß und der Doppelheirath zu Wien (2g.August i52ö) fiel Ludwig, von Zapolya verlassen / mitdem Kern seines Adels bey Mohacz / wider den gro-ßen Suleyman/der drey Jahre darauf, selbst vor Wienerschien, (September i52g.) die mächtigste Stützedes / wider Ferdinanden aufgeworfenen GegenkönigsZapolya.

Auch Map überlebte jenen grossen Tag nur vierJahre. Düsterer Ahnung voll, verliess er Augsburg,wo er seinen letzten Reichstag gehalten, auf den auchLuther vorgeladen war. Zu Wels nahm die Krank-heit überhand und verzehrte ihn (»2. Jänner i5,g)im 60. Jahre seines Lebens, im 26. seiner Regie-rung. — Aus den letzteren Jahren derselben, hatWien den schon unter Albrecht dem Lahmen vorkom-menden, aber nun vom Grunde neuerbauren und denanliegenden Wällen verbundenen, erst unter Joseph II.ganz abgebrochene» rochen Thurm. Ein gleichzei-tiges Gemählde zeigte neben den Schildern von Öster-reich und Burgund , zwischen zwey ritterlichen Fah-nenträgern, auch das ältere und jüngere Wappen der