Band 
Vierter Band.
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D i e alten und die neuen Regenten. 1D7

Spräche Allen als Procurator dienend und sich we-gen der dem Gclehrtenstand ertheilten Rechte, keckfür adelich rühmend. Benedict Judinger, des alcenRegimenrs geschworner Diener, aber ein meineidigerVerrather, den die eben damahls einreißende Pest,dem verdienten Lohn von Henkershand entzog. —Rasch war eine ganz neue Landesverwaltung eingeführt,an der vorzugsweise der Stadt Wien Insiegelhing, obgleich ihre Bürgerschaft dem Unwesen fremdwar. — 64 oberste Ausschüsse, >6 von jedem Stan-de/Baronen, Prälaten, Rittern und Bürgern hartendie gesetzgebende Gewalt, die vollziehende Macht aberein Directorium von 16, aus jedem Stande 4. —Diese Afcerregencen, forderten den Eid der Treue,plünderten die Schatzkammer, zogen die Regalien ansich, schlugen Münzen, bemächtigte» sich aller Kriegs-vorrache, blutdürstige und räuberische Zwingherrn ge-gen die Anhänger der alten Regenten, verschwende-risch und nachsichtsvoll gegen ihren verbrecherischenAnhang. — Bürgermeister und Richter und Rathgalten nichts mehr. Zur Nachäffung der „hundert Ge-nannten" warfen sich hundert kleine Tyrannen auf,Fleischhauer und Backer, Schuster und Schneider,Tischler, Weber und Kirschner,die die Amter und Ein-künfte unter sich vertheilten. Georg Slatkonia, derBischof von Wien mußte viel von den Unholden aus-stehen und selbst an des h. Leopold Grab legten sie räu-berische Hände. — „Wer gehorchen solle, müsse dochzuerst wissen , wem V ob Carln, ob Ferdinanden ? alleTheilung sey ein Unheil, und das Elend unter Fried-