Band 
Vierter Band.
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162 Die alten und die neuen Regenten.

künften unterwunden und nach zweymahliger Abmah-gung des Kaisers, sich dieses Frevels doch nicht begeben,vielmehr Beamte und Kriegsvolk in Eid und Pflichtgenommen, Münze geschlagen, die Briese der altenRegenten beschimpft, des Zeughauses sich bemächtigt unddie dem Fürsten getreuen Offiziere abgesetzt hätten,weßhalb sie einer für alle und alle für einen, demHerrn des Landes mit Leib und Gut verfallen seyen."

Wie er geendigt, dankten die Wortführer bey-der Parteyen, der Schneidbeck und der Gampp fürgeleistete Gerechtigkeit, um Abschrift ersuchend.-Ferdinand saß noch eine gute Weile ganz still auf demThron, erwartend, daß die Verurteilten zu seinenFüßen um Gnade flehen würden, statt des Rechtes.Allein Niemand regte sich, alle waren in hartnäckigerWuth versteinert. Da erhob sich plötzlich der Erzher-zog und kehrte mit seinen Räthen und mit den altenRegenten, heim in die Burg, das Volk verlief sich,die Verschwornen steckten in ihrer Herberge die Köpfe zu-sammen. Nun traten plötzlich der Marschall, der Pro-foß und der Harschierhauptmann ein und führten sieins Gefängniß. Am Z. Aug. stand auf dem Platzjenes öffentlichen Gerichtes, übermahl eine Buhnezum Vollzug des Bluturthcils. An der Stelle, woman noch jetzt einen erhöhten, rund ausgepflastertenFleck sieht, fielen durchs Henkerschwert, die Häuprerder trutzigen Baronen von Puchheim und Eytzinger,der gelehrte Dr. Siebenbürger; Hanns Rinner derEärber und vom Pöbel .aufgeworfene Bürgermeister,die Bürger Friedrich Pusch, Stephan Schlagnitweit,