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Vierter Band.
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D i e Reformation. 171

tikeln der rebellischen Bauerschaft," neben dem küh-nen Flug und den wilden Verirrungen der Zeit,ein gesunder Verstand, eine scharfer Takt und eineLocalorientirung, war, wie man stein den Actenla-winen der Regenten und Räthe, auch noch viel spä-ter fortan vermißte. Matthäus Lang, der Cardi-nal von Salzburg, einst von Gnrk,ward in seinerFeste Hohensalzburg von den Bauern hart belagert,Sigmund von Dietrichstein, Landeshauptmann inSteyer, durch Verrath der Schladminger vom Bau-ernobersten Michael Gruber überfallen, geschlagen,gefangen, 32 von seiner Ritterschaft enthauptet.Nur der alte Niklas Salm vermochte es , noch schlim-mere Folgen, wie durch einen Zauberschlag abzuwen-den und den Krieg im salzburgischen Gebirg und inSteyermark zu ersticken. Die von beyden Seiten ver-übten Grausamkeiten sind über allen Glauben undüber 80,000 Bauern kamen um. Vom Lande unterder Enns, von Wien, hielt Ferdinands Strenge dasGräulichste annoch entfernt. Nik 0 lsburg wardamahls ein Heerd der gefährlichsten Schwärmereyenund es fehlte wenig, es märe dort schon ein früheresR e ich Sio n entstanden,wie i 555 durchdenSchnei-der Johann Bockold von Leyden, nachmahls Konig,zu M ü n st e r. Dorthin kam Balthasar Hubmayer vonFriedberg einer der Zwickauer Schwärmer,die Christiweltliches Reich wieder herstellen, alle jetzigen Fürstenund bösen Obrigkeiten erschlagen wollten", die Erwach-senen noch einmahl tauften, jeden verrückten Einiallfür unmittelbare göttliche Eingebung hielten und Lu-