Band 
Vierter Band.
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D i e Reformation.

sich war, wurde er ( 10 . März i 528) bey Erdbergverbrannt. In freudiger Verzückung wandte er sich:an das Lamm Gottes, welches dahinnimmt die Sün-den der Welt," flehte in seiner rauh schweizerischenMundart, männlich und laut, zur göttlichen Barm-herzigkeitum Geduld in seiner großen Marter" undentlockte durch seinen Heldenflnn, heiße Thränen und ei-ne höchst gefährliche Begeisterung. Wenige Tage daraufwurde auch sein Weib, die ihn noch beym Abschied zurStandhaftigkeitim Nahmen des Lamms" ermun-terte, mit einem Stein am Halse, über die lange Brü-cke in die Donau gestürzt. Noch ein Paar Tage undein Schuster und ein Bauer, seine würhendsten An-hänger endigten an der Stätte seines Todes, aufdem Scheiterhaufen. Mitten durch Rauch und Flam-men horte man ihren wiedertäuferischen Gesang:komm heiliger Geist!" und Viele wollten eine weißeTaube aus dem Feuer, an die Wolken fliegen sehen.

Während solch furchtbarer Gährung im Innern,drohte von außen nicht minder schreckbare Gefahr. InMv des I. Todesjahre folgte dem Sultan Selim,sein Sohn Suleyman, der große, der prächtige,der Gesetzgeber. Nachdem in den Kriegen seiner Ju-gend, Persien, Syrien und Ägypten zu Selims und zuseinen Füßen gefallen und auf Afrikas Nordküste durchdie Freystaaten Algier, Tunis, Tripoli, eine furchtbareGeißel für Venedigs Küstenlande und die Inseln, fürItalien, Spanien und Portugal! vorbereitet ward, wen-dete sich Suleyman wider Ungarn, in Riesenplanen zurUnterjochung des gesummten Mitteleuropa.