Band 
Vierter Band.
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i 82 Der gro ß e D u l e y m a n vor Wien.

weis und Ollmütz gelobten Hülfe , aber die Gefahr kamallzuschnell. Im Lager vor Ungrisch - Altenburg standein Haufe Böhmen und Mährer, im flüchtig verschanztenLager, zog sich eilig zurück. 5 ao Man» hielten denPlatz, waren aber nach tapferer Gegenwehre schnellgezwungen, sich zu ergeben. —> Suleyman war bisherdie Tapferkeit so wenig gewohnt worden, das; er dieehrlichen Männer ihrem Heerhaufen frey nachziehenließ. Einige davon behielt er bey- sich, sie durch seinmächtiges Ansehen und durch seine Fragen zu verwir-ren und von ihnen Kunde einzuziehen. „Welche undwie viele Städte noch unterwegs, ob Wien starkbesetzt und >vo der Konig Ferdinand sey?" — Auf sol-che Frage antworteten sie: die andern Städte würdenihm eben nicht hcis; machen, in Wien aber sey ein kriegeri-scher Geist und ein entschlossenes Volk, aber nicht aufnichr als auf zwey Monden, Mund- und Kriegsvorrarh,auch nur2oc>c> Mann Besatzung. Faste Wie», so sey-en alle andern Städte in seiner Hand. Ferdinandsey nicht daheim, sondern über Linz ins Reich gegan-gen, nur neue Volker herbeyzuführen." — Der Groß-herr lächelte, der Verzagten Worte mit Lust in sichsaugend, als einen sichern Verbothen, die Stadt derKaiser des 'Abendlandes, wie sein Urahn jene der Kai-ser des Aufganges zu erobern und hierdurch seinen Nah-me» im Gedächtniß der Gläubigen auf dieselbe Stufezu setze». — Die Bohmen und Mährer thaten allerdingswie treue Bruder und wie klug erfahrne Leute, diesolch' erschrecklichen Feind lieber außerhalb als inner-halb ihrer Marken bekämpften. Sie führte Hanns von