2i6
Wiens Umst altung
ren und Ungarn wurden dazu Arbeiter herbeygetricben,Hand - und Zug-Robot geleistet, jeden Sonn - undFeycrtag, Opfer und Sammlungen dafür gemachtund noch tragt manches Thor und manche Bastey dieAufschrift, daß die Reichsstände hierzu Beyträge ge-than (vorzüglich die Städte Nürnberg, Augsburg,Ulm, Srraßburg, Kolln , Schlettstadt, Kolmar, dieHerzoge Moriz von Sachsen und Wilhelm ausBayern). Meist noch vorhandene Aufschriften zeu-gen, daß »5^2 — die Hohlerstauden - und
Dominikanerbastey, i55r die Wafferkunstbastey, »552die Kärnthnerrhor-i555 die Braunbastey, i56i dieElendbastey vollendet worden. ,— i558 wurde das neueThor geöffnet. Der oben liegende große Stein, derdas ganze Thor statt der Gewölbsteine schließt, galtfür den größten Stein in Wien und für ein Wahrzei-chen der Stadt. Das Werderthor wurde dagegen ge-schloffen und verschüttet. Viele an der Stadtmauer
— Hermes Schallautzcr , des Geschichtschreibers Lazius Oheim,in den ersten Würden der Stadt, insonderheit ihr Obcrbau-ineistcr. bewies den meisten Thateifer bey dem großen Wer-ke. Darum steten auch mit Siecht, ihm und feinem Neffe»Lazius , die hier auS tiefer Erde ausgegrabencn Waf-fen, Münze» , Sarge und Röincesteine zu, von Tiber alsGelübde in der furchtbaren paunenischen Empörung , vonMarc - Aurel aus der großen mark.'mannischen Gefahr, vonCajus Marcianus, Decurio des MunicipiumS Vindobona undHaupt,nann der fabiantfchen Cohorte, von verschiedenen Of-stjiercn der hier stationirtcn Landmacht und der Donauschif»fc, Ziegel zweyer der berühmtesten Legionem, der X. und derXIII., dann auch der XIV. und der XV. apollinarischen undder XXX.