unb der letzte Valois z » Wien. 9
Mörder, epcommunicirt und verlassen, sich verzweik-lungsvoll zu den Hugenotten schlug und mit seinemNachfolger Heinrich von Navarra, Paris belagerte.
Die Pohlcn luden ihren entwichene» Konig förm-lich vor und als er auf dem bestimmten Termin aus-blieb, entsetzten sie ihn des Thrones. Der Senatwühlte den Kaiser, aber die große Mehrheit des Adels,Sigmund August's alte Schwester Anna, der sie zu-gleich einen tapfern und staatsklugen Gemahl bestimm-ten, Stephan Barhory, Fürsten von Siebenbürgen.
Seit dem Verderben von Mohacz, war Öster-reich, (wie durch das Erbe Burgunds, Deutschlandswestliche Markgrafschaft wider Frankreich, so jetzt) ge-gen die Türken, wie einst gegen Hunnen und Hun-garn, eine rechte Ost-Mark geworden und Wiender Herd der Begeisterung, die von allen Enden des ka-tholischen Europa ritterliche Streiter dahin zog. Es wardder Waffenamboß des heiligen Kampfes, der unstreitigganz Mitteleuropa vor einer völligen Umwälzung, derihm Glauben und Sitten, Gut und Recht der Va-ter bewahrte, ein würdiges Gegenstück des freylich mitweit herrlichern Kränzen der Dichtung umwundenen,in seiner Dauer viel längern Streites im SüdwestEuropas, auf der pyrenaischen Halbinsel, wider diemehrmahls aus Asien und Afrika herübersturmendenSchaaren der Ungläubigen.
Am Kärnthnerthor, aufderAugustinerbastey,setz-te der alle Salm, dem bis dahin in drey Weltthei-lcn unwiderstehlichen Siegeslauf der Osmanen gebie-therisch den Grünzsteiu und verkittete ihn fest mildem