Band 
Vierter Band.
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26 Fortschritte der Reformation.

von Buchheim auf seinem eignen Schlöffe verübtenächtliche Meuchelmord. In dem damahls nochso kleinen Dobling verhetzte» drey Pastoren dasVolk. Selbst im Wiener-Landhause ist der Rcligions-haß am Gewolb der Vorhalle durch allerley Sinnbil-der verewigt/ die in dem entfalteten Pfauen, in denCypreffen mit Mcnschenkopfen auf den Wipfeln, inden Schweinskopfen mit Rosenkränzen über dem Rü-ffel, wahrlich nicht schwer zu deuten sind ? Schon waren inÖsterreich nur fünf Katholische vom Herrnstand mehrübrig, in der Steyermark gar nur ein einziger,der Herr von Herbersdorf, alle Patronate, Vog-teyen, Steuern, ständischen Zeughäuser und Söld-ner lagen bereits unbedingt in protestantischer Handund noch währten die Klagen über der KatholischenÜbermacht und ll n t e r d r ü ck n n g fort!! Diewüthcndsten vom Adel waren die Freyherr» von I ö r-ger zir H errnals, deren Briefwechsel mit Luther,nur zum geringen Theile, Raupach und Hormayrherausgaben. Der Reformator, der doch bis an seinEnde ein unerinüdbarer Friedcnsbothe gewesen, schien* die Gährung, die alles umbrauste, so wenig zu ken-nen, daß er sich nicht die geringste Mäßigung imAusdruck zur Pflicht machte und in jenen Briefen andie Jorger, Ferdinande» allen blutbefleckten Tyran-nen im alten Bunde verglich und Carln V.den Teu-felsknecht, mitsambt dem Papst gern erwirgt gesehenhette!!" In H e r r n als predigte der berühmteReisende ins gelobte Land und auf Afrikas Nordküste,Salamo Schweiger, Ambrvs Ziegler, Johann Mug-