Fortschritte der Reformation. 3 ?)
ken, unrer dem Siegel der Stadt Wien, der auchKornenburg beypflichtete. Aus den Unterschriften ist je-ne Erasams von Starhemberg die einzige von dem,auch in Wien hausgesessenen alten Adel unter derEnns. — Der hiesigen Hochschule Verfall gab denWienernden längst erwünschten Vorwand, ihre Soh-ne auf auswärtige ll n i v e rsi t ä te n insondcr-derheit aus jene von Wittemberg zu senden. Mehrerejunge Baronen waren daselbst und zu Rostock Recto-ren. Ferdinands Mandat ( 5 . April i 54 Ö) nur alleinauf den Hochschulen von Wie», Jngolstadt und Frey-burg in Breisgau zu studiren, wurde i» den meistenFällen umgangen .—1568 am iki. Aug. und 1671 am1/4. Jan. gab endlich Maximilian die so oft betriebe-ne, freye Religionsübung, auch für Wien, um inder drohenden Türkengefahr nur nicht all überall, vonseinen Ständen und von den Fürsten des ReichS ver-lassen und gehemmt zu seyn, um sich seinem großenPlan anzunähern , an der Spitze eines christlichenKreuzheeres und im Bunde mit Rußland und Persien,die von Ungarn abgerissene» Reiche ivieder zu erobernund die Türken über den Hellespont zu treiben. Die-sen Gedanken entriß ihn der Tod, auf dem Rcgcns-burger Reichstage (12. Oct. tiHbi).
In den letzten Jahren seiiics Lebens sah Maxi-milian, durch seine allzufrüh erklärte Duldung denAbfall so um sich greifen, daß die Wirkung sich bis indas vollkommen ruhige Bayern verbreitete und ihn selbstzu Einschränkungen und zu Gegenmaßregeln zwang.Nach R u d 0 l p h s Thronbesteigung, suchten die Pro-
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