Band 
Vierter Band.
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5o Rudolphs G e m ü t h sk r a ukh e it rc.

irffe K e p ple r und T y ch o Br a h e ui,b Werke ansLicht kamen , wie die rudolphinischcn Tafeln und desKaisers Briefe. Doch auch Brahe riß die Stern-kunde in die Wirbel des tollsten Aberglaubens und eswar eine Haupttriebfeder von Rudolphs beklagenswer-them Ausgang, daß Drahe einst seine Nativität stel-lend , ihm versicherte, kraft der Sterne, die nichtlügen, drohe ihm Gefahr des Lebens von seinen näch-sten Verwandten!

Seit den Knabenjahren hakte eine gänzliche Ver-schiedenheit, Rudolphen und den fünfthalb Jahrejüngeren Mathias einander entfremdet. Mathiassah sich überall zurückgesetzt und Übergängen. Es warnicht leicht eine Verlaumdung zu frech, eine Erfindungzu abgeschmackt, die wider ihn, nicht bey Ru-dolphen begierigen Eingang gefunden, und selbst,wenn ihr gänzlicher Ungrund erwiesen war, nichtdennoch böses Blut zurückgelassen hatte. S o freylichmußte Brahes Prophezeiung in Erfüllung gehen!Gemüther ohne wahre Güte und Größe, führen im-mer dasjenige selbst herbey, wovor sie fliehen, er-zwingen, was sie vermeiden wollten und ma-chen die Lüge zur Wahrheit!

Eine starke und wohlgesinnte Partey der Nieder-länder, der Arglist des spanischen Statthalters DonJuan d'Austria eben so mißtrauend alS O r a-niens hinterlistigem Ehrgeitz, setzte ihr letztes Ver-trauen , setzte die letzte Hoffnung, eine ewige Trennungvvm Hause Österreich - Burgund noch zu hindern.