ji2 Leopolds, iin d Ludwig XIV.
ihm Ludwig XIV, alles Eroberte herausgeben. Ebendieser Wilhelm von Oranien zeigte endlich den deut-schen Fürsten, daß Ludwig, seic erste zu seinen Werk-zeugen erniedriget, sie geringschätzend wegwerfe. Seingroßer Geist erwarb überall Freunde, seine kleineMacht erregte nirgend Furcht. Die Gefahr der Erlö-schung der spanischen Linie Habsburgs, der jetzt fastallgemeine Wunsch, die Kaiserkrone möchte bey derdeutschen Linie bleiben, machte, daß Wilhelmen dasWunder gelang , den Wiener Hof in ein Bundes-system mir den protestantischen Höfen zu brin-gen und Ludwigs Ubermulh auch nicht einen Ver-bündeten mehr zu lasten. Doch dieß konnte nur daSWerk von Ichren seyn und im Verlaufe derselben,that Ludwig dem Wiener Hof »»gemeine» Schade»durch beständige Aufreitzung der Pforte und der unga-rischen Mißvergnügten.
Zum geistlichen Scande bestimmt, uncer den Je-suiten aufgewachsen, ferne gehalten vom ersten derStande, voni Weyrstande, ganz unvorbereitet für diegroßen Geschälte, war Leopold dem Leben fremdund den Menschen und dem menschlichen Elend. Ihnnie damit bekannt werde» zu lasten, ihn (ganzwiderdie Sitte der alten Habsburger und wider das, indieser Dynastie vorzugsweise heimische , h a u svä-terliche Verhältniß,) so unzugänglich als möglichzu machen, nützten seine Rathgeber den vollkominenspanischen Zuschnitt seiner Erziehung, seiner Haltung,seines Geschmacks. Es besag wohl kein Fürst seinerAeit ein weicheres und wohlthätigeres Herz und den-