Leopold I. u ii b Ludwig XIV. nZ
Loch geschahen so viele gesetzwidrige und blutige Ge-waltstreiche. Bey seinem migemeiuen Gedächtniß,war er vieler Sprachen kundig und in der Geschichte,Numismatik, Bau - und Defestigungskunst und imrömischen Recht wohl ersahren, in der reinen Latini-zet so ängstlich, wie Jakob l. für die Dialektik undPolemik der Theologie schon als Knabe gebildet ilndwäre nur Alles katholisch gewesen, so war Leopoldweit entfernt, das Fortschreiten der Künste und Wis-senschaften aufhalten zu wollen. Er fühlte das Über-gewicht der Protestanten an Geistesbildung und be-währte ein edles Streben, Talente an sich zu ziehen,sür die alten und für seine neu gestifteten Hochschu-len von Innsbruck und Breslau, für die leopolduu-sche Akademie der Naturforscher, für Paullinis kai-serliches Collegium der Historie, für Weigels Vereinvon Mathematikern und Künstlern. Mir Friedrich I V.,dem er. überhaupt ähnlich war, harte er auch die LiebeGeschichte gemein und die Mahnung an seineHistoriographen (Wagner und Jorger,) parteylos zu vVe beii und seiner eignen großen Fehler nicht zuschonen. Fast durch ein halbes Jahrhundert erblickt"an lauter unzusammenhaugende, halbe , vorzei-^igo, oder allzuspäre Maßregeln und erstaunt, mitsolche,, unwürdigen Hindernissen der scharfsinnigeM o n t e c u c u l i, der ritterliche Carl von L o t h r i n-8*», der allzureitzbare L o it is von Baden, dergroße Eugen zu kämpfen, welche unglaubliche Sclbst-rrorläugnuiig sie nöthig hatten, den 3Llaat aus denbedenklichste,,, oft selbstverschuldeten Krisen vor Zer-'2-lchichte Wiens 4 . 33». L. Heft. L