Band 
Vierter Band.
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i34 D ie u ng aris ch e n M i ß v e rg n ü g te n.

ger Wenigen gewesen und berechtige nicht zum gänz-lichen Umsturz der beschwornen Verfassung. Der Un-schuldige solle nicht mit dem Schuldigen gestraft wer-den." Den Protestanten wurden die Kirchen undSchulen weggenommen, ihre Prediger vorgeladen unddie den Revers nicht unterschrieben, ihr Lehramt nim-mer auszuüben, verbannt, verhaftet, auf die Galee-ren geschickt. Der ungeheure Unterschied dieserMaßregeln von jenen Ferdinands II., ebensowohlin politischer als staatsrechtlicher Hinsichtliegt am Tage. Es kam ein auswärtiger Guber-nator, der Hoch - und Deutschmeister Johann Casparvon Ampringen, ein beschrankter, gewalrrhatiger, ei-gennütziger Mann, der immerfort neue Verschwörun-gen und Gefahren berichtete, damit seine Freunde inWien Recht behielten, damit die gerechtesten Klagenund die gemäßigsten Rathschläge keinen Eingang fän-den! Das'gegenseitige Wüthen ward immer wilder.Es entstanden die schrecklichen Parteynahmen K u-rutz, Koruhe, (wohl noch eine Reminiscenz von de>NKreuzzuge Dosa'S,) und Labanz (deutscher Lanz-knecht). Die Gefangenen beyder Theile wurden ge-spießt, gebraten, zu Tode gemartert. Ludwig XIV.empfing den Abgeordneten der Mißvergnügten, Ca-spar Sfindor, wie den Vothschafter einer andernMacht. Es wurden auf ihn, als aufUngarns Be-freyer," Münzen geschlagen ; er arbeitete unaufhörlichfür jene in Constantinopel und Krakau. Ein in Poh'len geworbenes Corps, durch Tataren verstärkt, er-schien unter französischenAnführern, Dohan und