Carl, Herzog von L o t h r n g e n. i5g
riigs Witwe, mit ihren zahlreiche» Feunden, ihnauf jenen Wahlthron zu setzen; aber Ludwig, derihn wie sein böser Stern überall verhol,tc, gab durchvieles Geld den Ausschlag für Johan Sobies-ky. — Geistliche Pfründen waren deschngen Prin-zen einziges GlückeSloos gewesen; oberer griff nachdem Degen und focht in Ungarn und ai Rhein, indes Kaisers Heer. Der gab ihm' (da vr Kurzem dieabgetheilte Linie des Erzhauses, die dct geherrscht,höchst unvermuthet erloschen,) die SttthalterschaftTyrols. Eine Waise ohne Land undchen so gänz-lich ein Zögling und Schützling des Kaerhauses, wiesein Enkel Franz, der großen Therssia Gemahl,hatte Carl in früher Jugend die lehreichste allerSchulen durchgemacht, die Schule derAnsamkeitund des Unglücks. —Die Wissenschafte, zumahl dieGeschichte waren sein und Eleonrens einzigesVergnügen. — Von dem Historiographi, Veauveanerzogen, hielt Carl jeden Tag für veroren, den er'ücht in später Nacht mit Lesung eines dr ewigen Al-le» beschlossen. Mit ächt französischer bbhastigkeit,paarte er deutsche Gründlichkeit und Uisicht. Plan-soll und scharfsinnig im ganzen Leben, bewahrte ers'ch in der Gefahr unerschrocken, in Noth und^eangsal unermüdbar, und was er n seiner Lagectln meisten bedurfte , er war von idler Ruhe ,^arkmuthiger Geduld, von versöhnend«, und zusam-menhaltendem Geiste, bey unwürdigen Hindernissen,lumitten des widerlichen Getriebes niediger Leiden-schaften, voll edler Selbstverlängnung w.d Biegsam-eil. Den E>ohn des Lagers zierte cleichwohl die