Verwaltung des June r n. 265
Festung iit Brand gesteckt und in Grund geschossenund dabey jede Gattung von Pechkranzen, Leuchtku-geln , Bomben, Granaten, Careaffen, Feuerballeuund Brandkugeln mir bcwundernswerthcr Gcschicklich-keir angewendet. Diese oft wiederhohlten Proben ga-ben , je mehr die Stadt in den Staat versank, jemehr ihre Rechte in dem Kreise der Regalien und ihrgesonderter Wehrstand in der Linientruppe unterging,einer Lieblingsunterhaltung der Wiener, den Feuer-werken ihren Ursprung, welche Girandolini und an-dere Fremde im Augarten, oder auf Donau-Wiesenund Auen, seit dem May 1777 aber, I. G. Stu-w e r aus dem jetzigen F e u e r w e r ks p I a tz e im P r a-t e r gegeben.
Ist unter Map I. in Urkunden, die Redevon Luchsen, Wölfen, Ebern und Baren in der llm-gegcnd Wiens, vorzüglich um den Kahlenberg, sohörte man noch in dem harte» Winter von 1729 dieWölfe rudelweise bis an die Linien heulen. IhrHeißhunger fiel Vieh und Menschen an. In der Auhinter Korneuburg wurden von einem, durch sie zer-rissenen Mann, »och die Füße in den Stiefeln undhäufig Beine und Schuhe anderer Unglücklicher gefun-den. Auf jenen gewaltigen Frost folgte ein Thauwet-ter, das verheerende Überschwemmungen verursachte,alle Brücken wegriß, die ganze Leopoldstadt, die Roß-au, die Weißgarber und das gesammte Uferland weitund breit unter Wasser setzte.
An einem andern Ort gedenken wir ausführli-cher des Baues der Hofbibliothek (1726) und